Fellnatter's Website - Tipps & Infos über Terraristik mit Kornnattern für Anfänger  
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Infos über die Kornnatter
 
Die Kornnatter (ehemals: Elaphe guttata, wissenschaftl. Name: Pantherophis guttatus; "panthera" = Panther / "ophis" = Schlange / "guttatus" = gefleckt) ist eine kleinbleibende, ungiftige, hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktive Kletterschlange, die ihre Beute durch Erwürgen zur Strecke bringt.

Seit 2002 ist die Kornnatter in drei Arten unterteilt: Pantherophis guttatus (die "normale" Kornnatter, um die es Hier geht), Pantherophis emoryi (Präriekornnatter) und Pantherophis slowinskii (Slowinski Kornnatter).

Ihre durchschnittliche, maximale Körperlänge beträgt 1.20m - 1.50m, wobei es Exemplare gegeben haben soll, die knapp 1.90m erreichten.

Das bislang bekannteste Maximalalter einer männlichen Kornnatter betrug 30 Jahre; das dokumentierte Höchstalter eines Weibchens liegt bei 22 Jahren, was mit daran liegt, dass weibliche Tiere durch (Nach)Zucht stark beansprucht werden und entsprechend früher hopps gehen, als ihre männlichen Artgenossen.

Im Gegensatz zu anderen Tierarten wachsen Schlangen ihr Leben lang, allerdings gilt das nicht für ihre oberste Hautschicht: i
n relativ regelmäßigen Abständen häuten sie sich, um die zu eng gewordene Klamotte gegen eine Neue auszutauschen - junge Schlangen ziehen sich alle paar Wochen um, Ältere alle paar Monate.

Der ursprüngliche Lebensraum der "normalen" Kornnatter ist der Osten und Südosten der USA sowie eine kleine Inselgruppe vor Florida, die Florida Keys.
 
Wie alle Schlangen sind Kornnattern in der Regel Einzelgänger, doch im Vergleich zu anderen Arten, kann sie auch in direkter Gesellschaft mit ihresgleichen gehalten werden.

Wer nicht züchten und auch sonst jeglichen Nachwuchsunfall ausschließen möchte, sollte sich für Tiere gleichen Geschlechts oder Einzelhaltung entscheiden.

Die weit verbreitete Meinung, dass sich mehrere Männchen aufgrund etwaig vorkommender Kommentkämpfe (Streitigkeiten während der Paarungszeit) nicht für die Gruppenhaltung eignen, stelle ich persönlich in Frage. - Es darf sich halt einfach nur kein Weibchen in der Nähe befinden.

Im Vergleich zu anderen Schlangen (bedrohte Arten, Giftschlangen, große Würgeschlangen) unterliegt die Kornnatter nicht dem Washingtoner Artenschutzgesetz und ist somit den Behörden ggü nicht meldepflichtig.

Auch mietrechtlich dürfte die Haltung von Kornnattern
normalerweise keine Probleme mit sich bringen, da sie unter Kleintiere fällt. - Aufgrund von Unwissenheit sowie Vorurteilen vieler Vermieter hat man es allerdings meist sehr schwer, mit Schlangen eine neue Wohnung zu finden.

Die Nahrungspalette von Kornnattern ist aufgrund ihres riesigen, ursprünglichen Verbreitungsgebiets sehr groß: wildlebende Kornnattern ernähren sie sich außer von Nagetieren auch von Vögel oder Insekten.
 
Im Terrarium gehalten, wird sie allerdings hauptsächlich mit Mäusen und max. halberwachsenen Ratten gefüttert; über Jahre hinweg mit ein und derselben Futtertierart ernährt, sind bei qualitativ hochwertiger Futtertierherstellung keine Mangelerscheinungen zu befürchten.

Kornnattern sehen nicht besonders gut, doch sie können hell und dunkel unterscheiden sowie Bewegungen wahr nehmen.

Aufgrund eigener Beobachtung, wage ich, die These aufzustellen, dass Kornnattern knalliges Rot, die allg. Farbe für Warnung und Gefahr, erkennen: Little und Nr. 5 sind 2 Wochen lang nicht in ihre eigentlich neuen Wetboxen (von Haribo) geschlüpft, weil diese sehr viel klares Rot im Aufdruck hatten.

Kornnattern nehmen ihre Umwelt hauptsächlich durch Züngeln (Geruchssinn) und Fühlen von Vibrationen wahr - sie haben keine Ohren und sind somit taub.


Kornnattern sind, wie alle Reptilien wechselwarme (fachl.: poikilotherme) Tiere; in diesem Zusammenhang liest man auch häufig die zoologische Bezeichnung ektotherm. (siehe Wikipedia)

Das bedeutet, dass sie im Gegensatz zu Säugetiere keine eigene Körperwärme erzeugen können, sondern zur Regulierung ihrer Körpertemperatur von ihrer Umgebung abhängig sind.

In freier Natur legt sich die Kornnatter in die Sonne oder zieht sich in den Schatten zurück - im Terrarium bedeutet das, dass man für mindestens einen Sonnenplatz sowie für kühlere Ecken sorgen muss (Temperaturgefälle).

Da sich die Kornnatter recht einfach vermehren lässt, haben (Hobby)Züchter im Lauf der Jahre einen Haufen verschiedene Varianten erzeugt. Es gibt schätzungsweise keine andere Schlangenart, deren Farb- und Zeichnungspool größer ist, als der der Kornnatter.

Aufgrund der meist unproblematischen Fortpflanzung von Kornnattern, hat der Kornnattermarkt eine Schwemme erreicht, weil Hinz und Kunz meinen, sich damit ein paar T€uro nebenbei verdienen zu können oder Züchter Dr. Frankenstein spielen und immer "interessantere" Varianten erzeugen müssen - was und wer hierbei tatsächlich auf der Strecke bleibt, dürfte jedem klar sein.

Für Kornnattern zahlt man ab € 0,- bis in den vierstelligen Bereich je nach Farbvariante, Alter, Geschlecht sowie Grund der Abgabe.

Die, meines Wissens nach, teuerste Kornnatter, eine sog. Snowflake Anery Cornsnake (ziemlich weit runter scrollen), beginnt bei $ 2.500,- und wird seit Entdeckung in einem Petshop bis Heute einzig von Sean & Monica Niland in der Nähe von Westcliffe, Colorado (USA) nachgezüchtet. Die Snowflake Anery Cornsnake ist eine neue Form der bereits bekannten Variante Calico.

Das Geschlecht einer Kornnatter wird als Zahlenkombination angegeben:
 
X.0.0 steht für die Anzahl männlicher Tiere,   0.X.0 steht für die Anzahl weiblicher Tiere,   0.0.X steht für Tiere, deren Geschlecht noch nicht definiert wurde.
 
Der Fellnattersche Kornnatterbestand ist demnach 5.0.0 (5 männliche Tiere, 0 weibliche, 0 Unbestimmte).

 
Zora, Classic
 
Krümel, Snow
 
Nr. 5, Anerythristic

 
 Kobold, Blizzard

 
 Little, Classic
 
 

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